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„TV „ TrierischerVolksfreund

 

Leider mussten wir auch die Erfahrung machen, dass ein Artikel über uns geschrieben wurde ohne dass wir je ein Wort mit der Journalistin gewechselt haben. Oder sie Informationen von uns, aus erster Hand, erbeten hätte. Wer den Artikel im „Trierischer Volksfreund“ veranlasste und mit welchen Informationen er geschrieben wurde, wissen wir bis heute nicht.

Freunde aus Deutschland haben uns vor sechs Jahren über sein Erscheinen informiert und ihn uns zugeschickt. Bis heute ist er Teil der Informationen, die Google über uns liefert und rückt einen großen persönlichen Verlust und unserer gesamte Arbeit hier in Togo in ein falsches Licht.

Wir haben leider schon kurz nach unserer Ankunft hier in Togo einen Freund,  Gruppenmitglied und Tamaras Lebensgefährten an eine Tropenkrankheit verloren. Michael ist wie wir alle voller Vorfreude mit nach Togo aufgebrochen und war froh alte, eingefahrene Strukturen hinter sich lassen zu können. Er brachte viele handwerkliche Fähigkeiten mit in die Gemeinschaft und half schon in der ersten Ankunftszeit mit, ein marodes Schuldach für togoische Grundschulkinder zu reparieren. Er und Tamara waren glücklich. Mit Krankheit hatten wir so früh nicht gerechnet, dafür fehlte es uns damals auch an Tropenerfahrung. Als Michael erkrankte waren wir alle guter Hoffnung, dass er bald wieder gesunden würde. Und waren mehr als geschockt als er, bereits deutlich auf dem Weg der Besserung, plötzlich starb. Zwar hatten wir uns alle mit den Risiken verschiedenster Tropenkrankheiten auseinandergesetzt, dass es jemanden von uns aber tatsächlich und vor allen Dingen so schnell traf, war ein harter Schlag für uns alle. Und trotzdem wollten wir nicht aufgeben. Michael hatte den Traum vom Leben in Freiheit mit uns geträumt und wir wollten diesen Traum realisieren. In den folgenden Jahren haben wir noch viele kritische Krankheitsverläufe überstehen müssen, haben aber durch den Aufbau unserer eigenen Krankenstation standhalten können. Heute haben die meisten Tropenkrankheiten weitestgehend ihren Schrecken für uns verloren.

 

Eine Gemeinschaft wie unsere interessiert unterschiedlichste Menschen aus unterschiedlichsten Beweggründen. Es ist wohl niemandem möglich, objektiv und wahrheitsgetreu über uns und unsere Lebensphilosophie zu berichten, ohne uns wenigstens einmal hier in Togo besucht zu haben. Und für uns auch heute noch sehr traurig, dass  alles wofür Michael im Leben stand, in diesem Artikel  verdreht und beschmutzt wird. Die Autorin kann ihn wohl nicht gekannt haben.



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aus dem "TV" Trierischer Volksfreund Archiv vom 02. Dezember 2007

Im Fahrwasser des Druiden

Von unserer Redakteurin Stefanie Glandien

Eine Gruppe Esoteriker um den selbsternannten Druiden Jürgen Hummes ist von Duppach und Prüm über Wieden im Schwarzwald nach Togo in Afrika aufgebrochen. Ein junger Mann aus dem Prümer Land, der Hummes nach Afrika gefolgt war, ist kürzlich dort gestorben.

Prüm/Duppach. Sein Aufenthalt in Prüm war nur von kurzer Dauer: Der "Schamane" Jürgen Hummes hat sechs Jahre in der Eifel gewirkt. Mit etwa 20 Anhängern zog er vor etwa drei Monaten nach Afrika, wo nun kürzlich ein junger Mann aus dem Prümer Land verstarb.

Die Staatsanwaltschaft Waldshut ermittelt nicht, da sie davon ausgeht, dass kein Fremdverschulden vorliegt. Hummes hatte mit seiner Familie in Duppach und kurzzeitig auch in Prüm, in der Prümtalstraße über dem Tiermarkt, eine Art "schamanisches Zentrum" betrieben. Im September baute er eine ehemalige Jugendherberge beim Wiedener Eck im Schwarzwald zu einem "Schamanischen Meditations- und Erholungsheim", dem Heidehaus, um.

Vor etwa drei Monaten seien etwa 20 Personen, darunter auch Hummes mit seiner Frau und drei Kindern, nach Afrika aufgebrochen, sagt Matthias Neff, Referent für Weltanschauungsfragen und Sekten im Bistum Trier. Diese leben dort anscheinend unter primitiven Bedingungen, ohne fließendes Wasser und Strom.

Die Badische Zeitung berichtete am 18. September, dass der 49-jährige Mönchengladbacher eine "schamanische Einladung bekommen habe, die er gerne annehmen würde". Doch auch wirtschaftliche Gründe hätten zu dem Entschluss, den Schwarzwald zu verlassen, wohl beigetragen, sagte Heidehaus-Sprecherin Nadine Mukherjee gegenüber der Badischen Zeitung.

Dem Trierer Sektenbeauftragten ist Hummes nicht persönlich bekannt. Zahlreiche Angehörige haben sich jedoch Hilfe suchend an ihn gewandt. Neff beobachtet das Tun von Hummes seit längerer Zeit sehr kritisch. Auffällig sei, dass er Menschen ganz fest an sich binde. Diese hätten zum Teil ihren Beruf aufgegeben, Häuser verkauft und ihre Partner verlassen, um ihm zu folgen.

Experte rät zur Vorsicht

Generell rät er dazu, sich gegenüber spritituellen Heilern äußerst vorsichtig zu verhalten und sich nicht von vollmundigen Versprechen blenden zu lassen. Leider gebe es aber praktisch keine Möglichkeiten, jemand gegen seinen Willen aus einer Gruppe wie der von Jürgen Hummes herauszuholen. "Solange die Leute sich und andere nicht gefährden, hat jeder das Recht zu tun und zu lassen, was er will", sagt Neff.

Der 49-jährige Jürgen Hummes ist in Mönchengladbach aufgewachsen. 1998 hat er nach eigenen Angaben die ersten Visionen gehabt und konnte mit der "nichtalltäglichen Welt" in Kontakt treten. Er nennt sich Prophet, Schamane, Druide oder Werkzeug Gottes. Seit 2000 bot er seine schamanische Tätigkeit auch anderen Menschen an.



Leser Brief:

Persönliche Freiheit

 

Zum Tod eines Anhängers eines selbst ernannten Druiden meinen diese Leserinnen:

 

Der Artikel aus dem TV "Im Fahrwasser des Druiden" von Frau Stefanie Glandien ist respektlos. Er beruft sich auf plakative Beschuldigungen und operiert bewusst mit Schlagwörtern aus der Esoterikecke. Der Tod eines Menschen wird hier zum Anlass genommen, um Verbitterung und Unwahrheit zu verbreiten und Menschen bewusst zu diffamieren und zu verleumden, deren Weltanschauung anders ist. Jeder hat das Recht, sein Leben so zu leben, wie er es für richtig hält und nicht wie Verwandte es aus ihren eigenen Motiven heraus gerne hätten. Es ist positiv, wenn Menschen erkennen, dass ihr höchstes Gut die persönliche Freiheit ist, und die Kraft finden, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

 

Barbara Kassner und Renate Schmitz, Schönau im Schwarzwald.



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